Homopathie Zrni

Erfolgsaussichten

Erfolgsaussichten bei akuten Krankheiten und Verletzungen

Bei akuten Erkrankungen und Verletzungen sind die Erfolgsaussichten einer homöopathischen Behandlung meist gut!

Es ist zwar nicht immer nötig, akute Krankheiten homöopathisch zu behandeln. Bei leichteren Erkrankungen und Verletzungen sind häufig Allgemeinmassnahmen wie Schonung, Erholung und eine schonende Ernährung ausreichend.

Bei schwereren akuten Erkrankungen und Verletzungen kann eine homöopathische Begleitung sehr wertvoll sein. Bei starken Schmerzen, heftigen Verletzungen und weiteren Unannehmlichkeiten wie z.B. häufiges Erbrechen und Durchfall kann eine homöopathische Behandlung diese Beschwerden lindern und die Gesundheit fördern. Erfahrungen und Untersuchungen zeigen, dass mit dem geeigneten homöopathischen Mittel Krankheiten schneller ausheilen, dass weniger schulmedizinische Medikamente wie z.B. Schmerzmittel benötigt werden und das Rückfallrisiko geringer ist.

Bei sehr schweren akuten Erkrankungen muss auch ein Arzt oder eine Ärztin einbezogen werden.

Erfolgsaussichten bei wiederkehrenden Beschwerden und chronischen Krankheiten

Die Stärke der Homöopathie liegt in der Behandlung von wiederkehrenden Beschwerden und chronischen Erkrankungen. Bei akuten Krankheiten kann eine homöopathische Behandlung sehr angenehm sein, weil - wie zuvor ausgeführt - Beschwerden gelindert werden können und Krankheiten schneller ausheilen. Bei akuten Krankheiten kann der Organismus die Erkrankung in der Regel aber auch aus eigener Kraft überwinden. Bei wiederkehrenden Beschwerden und chronischen Erkrankungen gelingt dies dem Organismus dagegen häufig nicht. Hier kann eine homöopathische Behandlung eine wirkungsvolle Unterstützung sein, den Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Gesundheit zu fördern.

Erfahrungen in der Homöopathie zeigen, dass bei wiederkehrenden Beschwerden und chronischen Erkrankungen bei rund zwei Drittel der Patienten die Gesundheit positiv beeinflusst werden kann: Bei einem Teil dieser Patienten kann die homöopathische Behandlung sogar zu einer Beschwerdefreiheit führen - dies nicht nur bei einfachen, unkomplizierten Beschwerden und Erkrankungen sondern auch bei schweren Erkrankungen (vgl. z.B. das Fallbeispiel der Patientin mit dem Brusttumor). Bei einem weiteren Teil führt die Behandlung zu einer Linderung der Beschwerden und einer Besserung des allgemeinen Gesundheitszustandes.

Bei dem dritten Teil bringt die Behandlung leider keine Veränderung oder wird vorzeitig abgebrochen.

Ob in einem konkreten Fall eine homöopathische Behandlung eine Besserung bewirken kann, lässt sich leider meist nicht im Voraus beantworten. Erst der Behandlungsprozess und die Reaktion der Patienten auf die homöopathischen Mittel können dies zeigen. Da im Mittel bei rund 2/3 der Patienten eine Besserung erzielt werden kann, stehen die Chancen relativ gut. Weshalb bei rund 1/3 der Patienten keine Veränderung eintritt, ist leider häufig nicht bekannt und sollte in Zukunft besser erforscht werden.

 

Es lassen sich einige Faktoren festhalten, die einen Einfluss auf eine erfolgreiche Behandlung haben:

  • Ist es möglich, die Krankengeschichte so genau und gründlich zu erfassen und zu verstehen, dass eine ausreichende Anzahl von verwertbaren Symptomen und Merkmalen gefunden wird?

Eine der wichtigsten Grundlagen der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt, das heisst eine Krankheit kann mit demjenigen homöopathischen Mittel geheilt werden, das bei einem gesunden Menschen solche Symptome erzeugt unter denen der Kranke leidet. Für die Wahl eines geeigneten homöopathischen Mittels ist daher eine ausreichende Anzahl von verwertbaren Symptomen und Merkmalen nötig. Bei den meisten Menschen lassen sich genügend Symptome und Merkmale finden. Häufig reicht es jedoch nicht aus, alle diese Symptome und Merkmale zu verwenden, sondern es muss wirklich das Wesentliche, das Zentrale des Falles erfasst werden. Häufig gelingt dies bereits nach dem ersten Gespräch (vgl. Ablauf der Behandlung bei chronischen Erkrankungen), manchmal sind aber auch mehrere Behandlungstermine nötig, bis ich eine Ahnung vom Zentralen, vom Wesentlichen der Krankengeschichte entwickeln kann.

  • Gelingt es, aufgrund der gefundenen Symptome ein geeignetes homöopathisches Arzneimittel zu finden?

Unser Arzneischatz ist mit rund 3000 Mittel ausgesprochen gross. Die Wahl eines geeigneten Mittels kann deshalb durchaus eine Herausforderung darstellen. In machen Fällen führt z.B. die Gesamtheit der Symptome zu einem geeigneten Mittel, in anderen Fällen eine Auswahl von wahlanzeigenden Symptomen, in einem dritten Fall wiederum weist ein einzelnes spezifisches Symptom auf ein Mittel hin, das die Heilung voranbringen kann. Welcher dieser Wege der geeignete ist, lässt sich meist nicht im Voraus sagen. Zu Beginn der Behandlung entscheide ich mich für einen Weg, und erst die Reaktion des Patienten/der Patientin auf das Mittel zeigt, ob es der geeignete Weg ist, oder ob ein anderer Weg besser wäre. Leider lässt sich diese Reaktion in der Regel nicht sofort nach der Mittelgabe erkennen. Meist sind 2 bis 8 Wochen nötig (manchmal auch mehr), um abschätzen zu können, ob es sich um ein geeignetes Mittel handelt, oder ob ein anderes Mittel besser wäre.

Dementsprechend zeit-, gesprächs- und damit auch kostenintensiv kann es sein, ein geeignetes Mittel zu finden. Deshalb sollte man einer homöopathischen Behandlung mindestens ein halbes Jahr eine Chance geben. Häufig tritt eine Besserung bereits mit dem 1. Mittel ein, manchmal wird eine Besserung aber erst nach dem 2., 3., 4. oder x. Mitteil erkennbar. Diese Besserung tritt übrigens häufig nicht von einem auf den anderen Tag ein, sondern in kleinen, in einigen Fällen auch in sehr kleinen Schritten, und ist für die Patienten manchmal nicht einfach zu erkennen. Deshalb ist die Begleitung durch eine Homöopathin/einen Homöopathen wichtig.

  • Welche Krankengeschichte bringt ein Patient mit? Wie lange dauert die Krankengeschichte bereits an? Wie ist die familiäre Vorbelastung? Wie ist die Reaktionsfähigkeit und Ansprechbarkeit auf eine homöopathische Behandlung d.h. wie gut lassen sich die Selbstheilungskräfte durch homöopathische Mittel aktivieren?

Erfahrungen zeigen, dass Kinder in der Regel sehr gut auf homöopathische Mittel ansprechen, Erwachsene immer noch gut. Dies hängt u.a. auch damit zusammen, dass die Krankengeschichte bei immer wiederkehrenden Beschwerden und chronischen Erkrankungen bei Kindern in der Regel viel kürzer ist als bei Erwachsenen. Aus diesem Grund ist es auch sehr wertvoll, bereits im Kindesalter mit einer homöopathischen Behandlung zu beginnen, da die Wahrscheinlichkeit, dass sich chronische Erkrankungen entwickeln können, damit verringert wird.

  • Wie fortgeschritten ist die Krankheit?

Je schwächer ein Organismus ist, umso weniger Kraft hat er, spezifische Symptome zu produzieren und umso schwieriger kann es sein, ein geeignetes Mittel zu finden. Aber auch bei fortgeschrittenen Erkrankungen lassen sich häufig einige wenige Symptome finden, die auf ein bestimmtes Mittel hinweisen.

  • Inwieweit ist ein Patient bereit, sich auf den Prozess einer homöopathischen Behandlung einzulassen?

Die homöopathische Behandlung einer chronischen Erkrankung benötigt in der Regel Zeit, Geduld und die Bereitschaft des Patienten, seine Krankheitsphänomene und weitere körperliche und psychische Merkmale wahrzunehmen und möglichst offen und authentisch zu schildern. Zudem kann die Behandlung gerade zu Beginn bei Erwachsenen zeit- und damit auch kostenintensiv sein, weil die Erstanamnese bei Patienten mit komplexen Krankengeschichten oder bei Patienten, die ihre Beschwerden sehr differenziert beschreiben können, zeitintensiv sein kann (vgl. Ablauf der Behandlung und Kosten). In der Folge ist eine homöopathische Behandlung in der Regel aber weniger zeit- und kostenintensiv als so manche andere Therapiemethode, da Folgetermine im Mittel nur alle 4 Wochen stattfinden, nach Eintreten einer Besserung in noch grösseren Abständen.

Bei welchen Erkrankungen kann Homöopathie nun unterstützend wirken? Hier finden Sie eine Liste, in der mögliche Indikationen für eine homöopathische Behandlung aufgeführt sind.