Homopathie Zrni

Repertorien

Repertorien sind ebenfalls sehr wertvolle Arbeitsinstrumente in der Homöopathie. Repertorien sind Nachschlagewerke, die Symptomenlisten - auch Rubriken genannt - und die dazu gehörenden Arzneimittel enthalten. Ein Repertorium ist sozusagen eine Umkehrung der Materie Medica. Materia Medica Bände enthalten Arzneimittel und die dazugehörenden Symptome, Repertorien enthalten Symptomenlisten und die dazu gehörenden Arzneimittel.

Ein Beispiel: Ein Patient fühlt sich ausgesprochen unwohl, wenn er vor anderen Menschen eine Rede halten soll. Für diesen Umstand bietet sich folgende Rubrik an:

 

Gemüt - Schüchternheit, Zaghaftigkeit - Öffentlichkeit; beim Auftreten in der

aeth.mtf33,st AMBR.st anac.c1,mtf anthraq.rly4 Arg-met.stj1 arg-n.a1,mtf33,sne aur-m-n.wbt2 bamb-a.stb2.de bar-s.mtf,zr Carb-v.k,mtf33 chin.gl,mtf cocc.fyz,mtf cortico.mtf,sp,tpw7 cupr.mtf dys.dp GELS.k,kl2,mrr1,st graph.gk kali-p.fyz,mtf lach.mtf lachn.zzz Lyc.a1,mtf33 Med.mtf33,vh,vh/dg,vhx1 petr.mtf petr-ra.shn4 Ph-ac.a1 phos.gk plac.rzf5 PLB.k1,st SIL.k,mrr1,mtf33 staph.a1,mtf33 symph.fd3.de tax.zzz thuj.mtf33,zr Tritic-vg.fd5.de

 

Diese Rubrik enthält insgesamt 34 Arzneimittel, die in irgendeiner Form Beschwerden bei Auftritten in der Öffentlichkeit haben. Die Arzneimittel werden in der Regel abgekürzt. Gels. steht z.B. für Gelsenium sepervirens (Wilder Jasmin), Sil. für Silicea (Kieselerde). Die kleinen tiefgestellten Buchstaben sind Abkürzungen der Autoren. k steht z.B. für Kent, vh für Vithoulkas. Die unterschiedliche Schreibweise der Mittel gibt Auskunft über die Wertigkeit, chin ist in dieser Rubrik ein einwertiges Mittel, Lyc zweiwertig, SIL dreiwertig und GELS vierwertig. Aus diesen Rubriken lässt sich allerdings nicht erkennen, inwiefern in den Arzneimittelprüfungen der einzelnen Mittel Beschwerden bei öffentlichen Auftritten aufgetreten sind. Dies muss wiederum in der Materia Medica nachgelesen werden.

Auch bei den Repertorien gibt es verschiedene Werke in unterschiedlichem Umfang. Standardrepertorien sind beispielsweise das Repertorium nach Kent, das Synthesis von Dr.med. Schroyens, das Repertorium Universale von Roger van Zandvoort und weitere. Die tägliche Arbeit in der Praxis wird heute zudem durch umfangreiche Computerprogramme unterstützt, die je nach Programm verschiedene Repertorien und Materia Medica Werke enthalten. Beispiele sind das Programm Radar, ComRep, MacRepertory und weitere.